Endlich wieder raus: Wandern, Fotografieren, Natur genießen. Auf meiner Tour im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Belgien genoss ich nach monatelanger Abstinenz bei traumhaften Sommerwetter die idyllische Landschaft des Weser- und Eschbachtals. So abgeschieden, dass auch das Smartphone kein Netz hatte. Kein Netz? Herrlich! Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe…

Die ersten Meter führten noch über eine geteerte Waldstraße, aber sobald ich diese verließ, fühlte ich mich bereits nach wenigen Metern in einer anderen Welt. So idyllisch. Immer auf schmalen Pfaden entlang des Bachs, der mir mit seinem Rauschen, Gluckern und Blubbern ein ständiger Begleiter war. Ans Fotografieren dachte ich zu Beginn noch wenig, zu sehr nahm mich diese Landschaft mit ihrer Schönheit gefangen. Durch dichten Wald und teilweise mannshohen Farn, so dass der Pfad teilweise kaum zu erkennen war, ging es leicht ansteigend dem Hohen Venn entgegen. Trittsicherheit und gute, wasserdichte Wanderschuhe sind Pflicht, um diese Wanderung unbeschadet und mit trockenen Füßen beenden zu können.

Kurz vor dem Hohen Venn lichtete sich der Wald, bis er schließlich ganz verschwand und den Blick auf eine beeindrucke Heidelandschaft eröffnete, die bis zum Horizont reichte. Dazu weiß-blauer Himmel – was braucht der müde Wanderer mehr, um seine erste Rast einzulegen und endlich die Kamera hervorzuholen? Mit dem ersten Foto war der Bann gebrochen und ich hatte richtig Lust, diese beeindruckende Landschaft auf Fotos festzuhalten. Gut, dass auch auf dem Rückweg Wasser mein ständiger Begleiter war und ich so meinen „Durst“ auf Fotos endlich stillen konnte.