Regen, Regen, Regen Das neue Jahr hat vor allem Wasser von oben zu bieten. Die Talsperren sind inzwischen so voll, dass sie – wie die Oestertalsperre an der Grenze zwischen Plettenberg und Herscheid – überlaufen. Selbst in höchsten Lagen hat Tauwetter eingesetzt, so dass sich Unmengen an Wasser den Weg ins Tal suchen.

Stimmungsvolle Winterfotos wie im Vorjahr sind da weit und breit nicht in Sicht, so dass ich mich zwangsläufig, aber eher widerwillig ans Wasser begebe. Aber wir wollen immer schön positiv denken, vielleicht überzeugt mich das feuchte Etwas noch von seiner Schönheit. Erstes Ziel dieser feuchten Reise war die Oestertalsperre und es ist schon beeindruckend, wenn die Wassermassen sich über die Kante der Staumauer mit einem lauten Getöse ihren Weg ins Tal suchen.

Als Foto beeindruckt mich das aber wenig, so dass ich mich gleich danach auf dem Weg nach Bestwig mache. Dort soll der Ortsteil Wasserfall seinem Namen alle Ehre machen. Ein Bach soll dort Nordrhein-Westfalens größten natürlichen Wasserfall, die Plästerlegge, produzieren, in dem er über einen Felsvorsprung im Schiefergestein gut 20 Meter in die Tiefe fällt.

Der Wasserfall “Plästerlegge” in Bestwig. (Foto: Michael Kaub)

Also mal ehrlich: Das ist selbst in diesen wasserreichen Zeiten ein Wasserfällchen. Ich habe mich durch den steilen Wald bis an den Wasserfall herangekämpft, da von den vorgesehenen Besucherplätzen der Wasserfall noch ein ganzes Stück entfernt ist. Ich habe mit dem Big Stopper von Lee Filters eine 18-minütige Langzeitbelichtung gemacht und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden, aber mehr auch nicht. Selbst bei dieser sehr langen Belichtung fällt auf, dass es sich nur um ein Fällchen handelt.