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Facebook ist tot – es lebe der Webauftritt

Sonnenaufgang im Sauerland. In der Ortschaft mit dem schönen Namen "Faule Butter". Foto: Michael Kaub

Wieso? Warum? Wie kannst Du nur? Ja, wie konnte ich nur meinen privaten Account bei Facebook löschen und meine Seite „Kaub Fotografie“ gleich mit? Ganz einfach: Ich sah keinen Mehrwert mehr in der Pflege meines Profils dort, sondern nur noch eine reine Zeitverschwendung. Dabei wird Facebook doch allenthalben als das Marketingtool schlechthin beworben.

Ich sage dazu mal salopp: Pffff… Die Aufträge, die ich direkt über Facebook erhalten habe, lagen im Vergleich zu allen Aufträgen im einstelligen Prozentbereich. Ich habe also – nicht messbare – Aufmerksamkeit auf Facebook erzielt und nur wenige Aufträge. Wie kann das bei einem so starken Marketingtool sein? Bin ich selbst schuld? In einem Punkt bin ich gewiss selbst schuld: Zeit. Ich hätte viel mehr Zeit in Facebook investieren müssen, um dort meinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Aber nur dort, denn Inhalte auf Facebook werden von Suchmaschinen nicht indiziert und können dort nicht gefunden werden. Das ist selbst über die Suche auf Facebook nicht möglich. Und – mal Hand aufs Herz – wer von Euch bewegt sich schon außerhalb seiner eigenen Timeline? Wer es tut, der macht sich nur äußerst selten die Mühe, die Chronik einer Facebook-Seite zu durchstöbern. Indiz dafür: Ältere Beiträge werden nur äußerst selten geliket oder kommentiert.

Was mir zuletzt richtig sauer aufgestoßen ist, dass Beiträge nicht nach dem Datum der Veröffentlichung meinen „Freunden“ in ihrer Timeline angezeigt, sondern wie relevant diese von Facebook eingeschätzt werden. Womit der erwähnte Faktor Zeit ins Spiel kommt. Je mehr Likes und Kommentare deine letzten Beiträge erhalten haben, für desto relevanter werden sie gehalten. Das ist wie die Veröffentlichung von „Greatest Hits“-Alben. Nur weil dort die erfolgreichsten Lieder zusammengefasst werden, muss die Auswahl noch lange nicht meine persönliche Hitliste abbilden. Zudem handelt es sich bei Facebook um keinen Wohltätigkeitsverein – hier will jemand, was sein gutes Recht ist, Geld verdienen. „Erreiche mehr Likes und Kommentare in dem Du diesen Beitrag für einen Betrag von xy Euro bewirbst“ heißt es so ähnlich immer nach jedem geposteten Beitrag. Der Erfolg solcher Werbung ist kaum einzuschätzen und sollte wohl überlegt sein. Wie oft habe ich einen Shitstorm unter solchen Beiträgen losbrechen sehen, nur weil die Art der Fotografie anderen nicht gepasst hat. Neid und Missgunst stellen sich unter Kreativen sehr schnell ein. Ebenso wie Häme. Dazu empfehle ich, nach den Begriffen „Tiefenschärfe“ oder „Schärfentiefe“ im Internet zu suchen. Erbittert wird um die Begriffshoheit gerungen. Was hat das noch mit der Faszination, die für mich von der Fotografie ausgeht, zu tun? Amüsant, dass sprachlich beide Begriffe korrekt sind. Wer es nicht glauben mag: Es gibt dazu sprachwissenschaftliche Abhandlungen. Aber ich schweife ab…

Weil meine Inhalte auf Facebook nur sehr schwer und für kurze Zeit zu finden sind, habe ich mich dazu entschlossen, meine Internetseite mit einem neuen Layout zu versehen und wieder regelmäßig zu aktualisieren. Denn hier ist ein Artikel oftmals noch nach Jahren interessant, wenn jemand aktiv nach dessen Inhalten sucht. Außerdem bleibt mir wieder mehr Zeit fürs Reisen und Fotografieren. Und auf Instagram bin ich ja noch vertreten. Das macht deutlich, dass ich nicht grundsätzlich Social Media ablehne. Vielmehr plädiere ich für einen bewussteren Umgang. Ab und an mal innezuhalten und gewisse Dinge zu hinterfragen, hat bekanntermaßen noch nie geschadet. Also: Auf zu neuen (alten) Ufern.

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